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Sozialer jetlag macht dick!

Ein Leben gegen die innere Uhr: Das Leben vieler Menschen gerät durch den oft stressbedingten Alltag der heutigen Zeit völlig aus dem Takt.

Durch Schichtarbeit, Überstunden oder Geschäftstermine sind die beruflichen Erwartungen hoch gesetzt und gehen an die Grenzen der Belastbarkeit. Das kann zur Folge haben, dass man an einen chronischen sozialen Jetlag erkrankt.

Durch Schlafmangel und Stress fühlen die betroffenen Menschen sich ausgebrannt und unbrauchbar, da das Tempo beruflich oft vorgegeben ist und sie restlos überfordert. Aber auch Arbeitslosigkeit kann zu einem sozialen Jetlag führen, und zum Beispiel bei Menschen, die gestern noch im Arbeitsleben standen und von heute auf Morgen in die Arbeitslosigkeit fallen.

Das krasse Gegenteil zur stressigen Arbeitswelt lässt ihre innere biologische Uhr aus dem Ruder laufen. Die angeschlagene Psyche der Betroffenen bewirkt dabei ihr übriges. Mittlerweile gehören fast 70 % der Bevölkerung in die Gruppe, die das Krankheitsbild des sozialen Jetlags aufzeigen.

Nach wissenschaftlichen Ergebnissen wurde erwiesen, dass eine innere Uhr, die fehlgesteuert läuft, große Auswirkungen auf den Body-Maß-Index hat. Dieses Phänomen stellt sich ein, je intensiver der soziale Jetlag den Menschen betrifft. Durch den gestörten Schlafrhythmus kommt es zu Gewichtszunahmen, denn nicht nur die innere Uhr, sondern auch der Stoffwechsel geraten aus dem Takt.

Manche Menschen greifen hier zu Kaffee und Zigaretten. Ein anderer Teil der Bevölkerung sucht den Ausgleich im Essen. Der Griff zu Fast–Food Produkten wird oft als praktisch empfunden, da Zeit zum Kochen fehlt. Es fehlt die Energie, gesunde Lebensmittel einzukaufen und entsprechend gesunde Mahlzeiten zuzubereiten. Die Produkte aus der Mikrowelle stellen allerdings das Problem dar, dass sie nicht lange satt machen.

Die Folge davon ist unweigerlich mehr zu essen, da sich rasch ein erneutes Hungergefühl einstellt. Ebenso der Griff zu kalorienreichen Getränken wie Energiedrinks bzw. gesüßtem Kaffee tragen zu übermäßigen Kalorienzufuhr bei. Um abends, nach einem gestressten Arbeitstag, wieder runterfahren zu können oder in den Schlaf zu finden, wird vermehrt zu Wein und Bier gegriffen. Selbst der nächtliche Gang zum Kühlschrank ist nicht ungewöhnlich.

Bei bereits übergewichtigen Betroffenen ist die Gefahr gegeben, wenn sie an einem sozialen Jetlag, leiden in die Fettleibigkeit zu fallen. Depressionen sowie die Irreführung des Stoffwechsels können in den Kreislauf der falschen Nahrungsaufnahme führen. Diese besteht meist aus süßer Kost, da sie als Ersatzbefriedigung dient. Bevorzugt konsumiert werden hierbei Schokolade, Eis oder Chips, da diese Süßspeisen eine beruhigende Wirkung erzielen.

Die Erkrankten befinden sich in einem Teufelskreis, der es ihnen nicht mehr ermöglicht, eine routinierte Struktur in ihren Alltag zu bringen und somit in einen gesunden Schlaf zu finden.

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